Chronik

Der Heimatverein im Strom der Zeit

Es begann still und leise. Im Jahre 1953 lud der damalige Amtsdirektor Johann Herchenbach ein: Hans Guth, Heinrich Jung, Paul Reuter, Hans Windscheif und Johann Zimmermann. Herr Herchenbach wollte dem Erwerbszweig Tourismus zusätzlichen Auftrieb geben.
So gründete sich der Heimat- und Verkehrsverein Winterscheid:

Vorsitzender: Paul Reuter
Schriftführer: Johann Zimmermann
Kassierer: Hans Guth
Beisitzer: Heinrich Jung, Hans Windscheif

Aus den ersten Jahren des Bestehens sind nur spärliche Nachweise erhalten. Es gab keine Mitgliederlisten, da einfach alle Winterscheider Bürger als Mitglieder angesehen wurden. Der finanzielle Rückhalt wurde durch jährliche Haussammlungen erbracht. Es wurden vorzugsweise Ruhebänke in Eigenleistung gefertigt und an Aussichtspunkten aufgestellt.

Die erste große Aktion des Vereins begann am Montag, dem 29.06.1959 mit der Gestaltung des Dorfweihers.

Im Dezember 1963 veranstaltet der Heimat- und Verkehrsverein den ersten Altentag.

1966 gibt Paul Reuter den Vorsitz im Heimat- und Verkehrsverein ab, er übernimmt den Bürgermeisterposten der noch eigenständigen Gemeinde Winterscheid, bleibt jedoch 2. Vorsitzender im Verein. Den Vorsitz übernahm Kasper Halber. Er erkannte die Möglichkeiten, die in diesem Verein steckten.

Somit präsentierte sich 1967 folgender mitgliedstarker Vorstand:

1. Vorsitzender: Kasper Halber
2. Vorsitzender: Paul Reuter
1. Kassierer: Bertram Siebertz
2. Kassierer: Walter von Hovora
Sachverwalter: Cyrill Kornienko (Bänke und Wanderwege), Josef Krämer (gärtnerische Anlagen)
Beisitzer: Josef Alda, Wilhelm Becker, Josef Kleff, Peter Knecht sen., Wilhelm Peters, Hermann Schmidt , Stefan Schönenberg, Willi Wirtz, Johann Zimmermann

Man wagte sich an die Renovierung der Peterskapelle, die innen und außen kein schönes Bild auswies.
Der Heimat- und Verkehrsverein wollte nicht ausschließlich dem Dorf dienen.

Auch die zur Kirchengemeinde zählenden Aussenorte stellten Vertreter zur Mitarbeit im Vorstand:

Fußhollen: Wilhelm Esch
Hatterscheid: Peter Knecht sen.
Litterscheid: Heinrich Walterscheid

Das Amt des Geschäftsführer übernahm der pensionierte Lehrer Heinrich Baum.

1969 begann der erste Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", der damalige Bürgermeister und 2. Vorsitzende des Vereins, Paul Reuter, überredete den Amtsdirektor Becker, Winterscheid anzumelden. Es war etwas ganz neues und man wusste zu wenig, umso überraschender war, dass Winterscheid hinter Neunkirchen und vor Much den 2. Platz belegte.

1971 zum zweiten Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" hatte Winterscheid eine allgemeine Euphorie erfasst. Die Neugestaltung des Dorfweihers begann. Das Weiherbecken wurde verkleinert und ein Weg mit Ruhebänken ringsherum angelegt. Auch die Jungendlichen wurden angesprochen mit den Bürgern gemeinsam Winterscheid herauszuputzen.
Winterscheid belegte wieder den zweiten Platz hinter Oedekoven und nominierte sich hiermit für den Landeswettbewerb. Winterscheid wurde mit einer Bronzeplakette ausgezeichnet.
Leider hatte das Ergebnis (2. Platz hinter Oedekoven) ein unerfreuliches Nachspiel. Jemand aus dem Vorstand hatte dem Vorsitzenden Kasper Halber unberechtigt ein Versäumnis vorgeworfen. Kasper Halber zog leider die Konsequenz und gab den Vorsitz trotz aller Verdienste verärgert ab.
Am 29.11.1971 musste in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt werden. Mehrere vorgeschlagene Personen lehnten ab. Heinz Kemper sprang in die Bresche und übernahm das mittlerweile schon belastende Amt des 1. Vorsitzenden. Mit Kasper Halber schied auch H. Baum aus Altersgründen aus.

So kam folgernder Vorstand zustande:
1. Vorsitzender: H. Kemper
2. Vorsitzender: P. Reuter
Kassierer: E. Fronzek
Schriftführer: H.Blasberg
Die bisherigen Beisitzer, die Orts- und Vereinsvertreter wurden "on bloc" wiedergewählt.

Als neuer Name galt seither: Heimatverein Winterscheid e.V.
Die Satzung wurde von H. Blasberg verfasst. Sie wurde einstimmig angenommen.

1973, ein erster Höhepunkt in der Entwicklung des Heimatvereins. Die Jahreshauptversammlung brachte wieder eine Veränderung im Vorstand. Heinz Kemper trat als 1. Vorsitzender ab. Paul Reuter war wieder willens den Vorsitz zu übernehmen. Heinz Kemper wurde gedankt für eine Amtsübernahme in der Notsituation und wurde 2. Vorsitzender. Die weiteren Mitglieder verblieben.
Der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" stand wieder an. Die Begeisterung und Anteilnahme war sehr groß. Der Bekanntheitsgrad im Rhein-Sieg-Kreis wuchs an. Das Dorf veränderte sich positiv. Man erkannte was die Bürger selbst leisten konnten. Man belohnt sich selbst! Man wurde belohnt.
Die alten Grabkreuze wurden wieder rings um die Kirche aufgestellt, wo sie auch bis 1836 standen. Die Weiheranlage war fertig gestellt. In der Turmstrasse entstand mit Hilfe des Heimatvereins ein Spielplatz.
Die große Überraschung war der 1. Platz im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" und die Silbermedaille im Landeswettbewerb.

1974 entsteht die Wanderhütte auf der Stachelhardt.
Am 1. Mai findet der erste Volkswandertag des Heimatvereins Winterscheid statt. So hat sich der Verein auch diesem beliebten Volkssport angenommen und bis heute immer am 1. Mai eines jeden Jahr veranstaltet.

1975 wird das alte Rennenbergkreuz renoviert. Der Pastoratsgarten wird neu gestaltet. Teile der alten Wirtschaftsgebäude werden entfernt und ein Rasenplatz mit kaum genutzter Bocciabahn angelegt.
Der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" bringt in diesem Jahr den 2. Platz 3 Punkte hinter Windeck, jedoch beim Landeswettbewerb erringt Winterscheid die Silbermedaille vor Windeck mit Bronze.

1976 entsteht die Freizeitanlage "Drückesiefen". Durch die Straßenführung war am Drückesiefen eine wüste Schlucht entstanden, diese wurde verfüllt und es entstand mit Hilfe einer ansehnlichen Summe vom Naturpark "Bergisches Land" eine Freizeitanlage. Die gesamte Anlage war und ist sehr arbeitsintensiv. Vom Aufräumen bis zum Rasenmähen.

1977 bringt der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" wieder mal den 2. Platz 3 Punkte hinter Windeck. Der Landeswettbewerb bringt für Windeck und Winterscheid je eine Silbermedaille.

Am 08.04.1978 hatte der Heimatverein zu seinem 25-jährigem Jubiläum geladen. Der prominenteste Gast war der nordrhein-westfälische Minister für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Dr. Dieter Deneke. In seiner Festrede hob er hervor, der Ort habe musterhaftes demokratisches Selbstverständnis praktiziert. Er kenne diesen Ort noch aus der Zeit von 1953 und könne beurteilen, was seit dieser Zeit für die Entwicklung des Ortes Winterscheid geleistet worden sei.

 

1979 bringt der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" wieder mal den 2. Platz, diesmal hinter Allner und der Landeswettbewerb bringt eine Silbermedaille vor Allner.
Am 25. Januar 1979 begrüßten Vertreter der Dorfgemeinschaft den 1000. Einwohner des Ortes Winterscheid.
Der Heimatverein betreut während der Bundesgartenschau in Bonn einen Stand der Gemeinde Ruppichteroth mit dem Motto: „Kunst und Handwerk“. Ab diesem Jahr organisiert der Heimatverein unter Beteiligung der anderen Ortsvereine am zweiten Wochenende im August die Sankt-Laurentius-Kirmes.

Im Jubiläumsjahr 1981 feierte Winterscheid den 850. Geburtstag von Kirche und Dorf. Anlässlich des Jubiläums bot der Heimatverein einen Kalender mit Bildern aus dem alten Winterscheid für 10 DM an. Auflage 1000 Stück. Höhepunkt der Feiern war ein Festabend am Samstag, dem 19. September, im Zelt an der Pastoratsstraße. Neben Beiträgen von Männergesangverein, Kirchenchor und Musikverein sang der Schlagerstar Wolfgang Petry, damals wohnhaft in Honscheid, ein Potpourri seiner Lieder. Der eigens für das Jubiläum kreierte Heimatschlager „Sommerzeit, Winterzeit, immer Zeit für Winterscheid“ wurde uraufgeführt. Die „Rhein-Sieg-Rundschau“ schrieb: „Man muss einen Festabend wie die Winterscheider Jubiläumsfeier unter den großen Lettern „850-Jahre-immer auf der Höhe“ miterlebt haben, um zu erkennen, warum Winterscheid die Perle unter den schönen Dörfern im Rhein-Sieg-Kreis ist.
Absoluter Höhepunkt war der historische Festzug der gesamten Gemeinde Ruppichteroth in Winterscheid am Sonntag, dem 20. September 1981. Der Festzug war 1000 Meter lang, vier Musikkapellen, drei Reitergruppen, 12 Wagen und 20 Fußgruppen sorgten für einen unvergesslichen Augen- und Ohrenschmaus.
Im Jubiläumsjahr startete man mit dem Motto „850 Jahre – blühendes Winterscheid“ in den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ und es klappte tatsächlich. Winterscheid kam vor seinen Dauerrivalen Altwindeck auf den 1. Platz. Im Landeswettbewerb konnte Winterscheid hinter Altwindeck nur den 2. Platz und eine Ehrenmedaille erringen.

1982 war es endlich geschafft. Das „Heimatbuch“ erschien mit einer Auflage von 1000 Stück. Der Herausgeber des 360 Seiten umfassenden Buches war Hubert Janzen. Initiator und Auftraggeber war der Heimatverein Winterscheid. Das Buch ist in 2 Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um den Menschen in Landschaft, Leben und Geschichte und der zweite Teil handelt von der Kirche und dem religiösen Leben in Winterscheid.
Am Kirmes-Montag fand erstmals als Top-Ereignis das „Schörreskarrenrennen“ statt. Der zweite Vorsitzende J. Schneppel hatte diese Idee. Die Lokalpresse schrieb u.a.: „Über tausend Schaulustige säumten dicht gedrängt die Hauptstraße, die der Heimatverein in eine Rennstrecke verwandelt hatte. Ein nervenzerfetzendes Spektakel: In einem Höllentempo rasten die hölzernen Karren durch die Kurve, drohten immer wieder in die Zuschauerreihen auszubrechen. Heuballen flogen durch die Luft, Karren kollidierten, bis die wagemutigen „Piloten“ mit hängenden Zungen und nach Luft schnappend ins Ziel einliefen.“

 

1983 errang Winterscheid einen guten 3. Platz im Kreiswettbewerb und qualifizierte sich damit nicht für den Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.
Im Mai stellte der Heimatverein der Öffentlichkeit eine Wandermappe vor. Die Idee brachte Katharina Alenfelder  aus dem Österreich-Urlaub mit. In dieser Mappe erhielt der Benutzer einen Überblick über die Historie, die Sehenswürdigkeiten, Freizeit- und Fremdenverkehrseinrichtungen sowie allgemeine Informationen über Winterscheid und acht bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Wandervorschläge. Dazu gehörte ein Wanderpass, der in Gastwirtschaften an den entferntesten Punkten der einzelnen Wanderstrecken abgestempelt wurde. Wer alle acht Strecken nachweisen konnte, erhielt vom Heimatverein eine Erfolgsplakette.

 

1984 am Volkswandertag erlebte man eine Überraschung. Der Heimatverein war Mitglied im IVV (internationaler Volkssportverein) geworden, so dass der Wandertag bundesweit ausgeschrieben wurde. Schon am Vortag des Wandertages waren Wanderer mit Wohnwagen und Zelten angereist. Bereits beim „ersten Hahnenschrei“ am 1. Mai standen einige Wanderer am Start. Es regnete in Strömen und doch war der Andrang ungeheuerlich. Nach diesem Erlebnis beschloss man, die künftigen Wandertage wieder „normal“ durchzuführen.
In diesem Jahr lud der Heimatverein erstmals am Buß- und Bettag zum Preisskat ein. Gespielt wurde um einen Wanderpokal, gestiftet vom Heimatverein. Neben dem Pokal gab es auch lukrative Preise zu gewinnen. Bis zum Jahr 2001 wurde dieses Skatturnier jährlich am Buß- und Bettag vom Heimatverein ausgerichtet.

 

1985 Die Pflege des Brauchtums liegt dem Heimatverein natürlich besonders am Herzen. Dies war der Grund dafür, dass auf Anregung von Norbert Lückerath und J. Schneppel wieder ein Maiclub gegründet wurde. Damit wurden die Bräuche wie Maibaumaufstellen, -wache und –versteigerung, Mailehen-Versteigerung, Pfingsteiersingen und Tanz in den Mai mit Abholung des Maikönigspaares und Einzug in den Saal Halber wieder mit neuem Leben versehen. Nur bis 1989 wurde dieser alte Brauch in Winterscheid wieder gepflegt. Danach erlahmt leider das Interesse der Jugend wieder.
Die Freizeitanlage „Drückesiefen“ machte sehr viel Arbeit und Ärger, weil sie von uneinsichtigen Zeitgenossen verdreckt und zugemüllt wurde. Bei Entstehung der Anlage war der Bach verrohrt worden. Das passte jetzt nicht mehr zum veränderten Umweltbewusstsein und es fand beim Heimatverein ein Umdenken statt. So plante man die Renaturierung der Anlage.


1985/86 pflanzte der Heimatverein mehr als 100 Bäume entlang der Straße Richtung Schönenberg. Die Anschaffung der meisten Bäume wurde über Patenschaften finanziert. Im Oktober 1986 stand in der Zeitschrift „Neues Rheinland“: „zur Zeit wird beispielhaft vom Heimatverein Winterscheid in Zusammenarbeit mit dem Aggerverband und der Gemeinde in der Freizeitanlage „Drückesiefen“ ein bisher verrohrter Bach wieder naturnah gestaltet.“ Die Kosten für die Umgestaltung wurden mit 30.000 DM vom Land / Aggerverband bezuschusst.
Beim Wettbewerb  „Unser Dorf soll schöner werden“  erreichte Winterscheid nur den enttäuschenden 4. Platz. Unverständlich nach Ansicht des Vereins war die Begründung durch die Jury: Das Nicht-Vorhandensein einer Abwasserkanalisation führte zu einem hohen Punktabzug! Die Winterscheider fühlten sich ungerecht behandelt, weil sie ja die fehlende Kanalisation nicht zu verantworten hatten.Als Dank für die teilweise unermüdliche Mitarbeit so vieler Helfer bei den vielen Aktivitäten des Vereins lud der Verein in unregelmäßigen Abständen zu einer „Helferparty“ ein. So fand in diesem Jahr im „Tanneck“ ein „Oktoberfest“ statt, natürlich mit einem Wettkampf im Fingerhakeln, den überraschend Kathrinchen Alenfelder für sich entschied.


1987 konnte die Tageszeitung „Rhein-Sieg-Rundschau“ als Co-Veranstalter mit ins Boot geholt werden. Bei dieser Wanderung waren es gut 1000 Teilnehmer. Der Erlös wurde an die „Aktion Sorgenkind“ überwiesen. Um die Kasse des Vereins aufzufüllen, verkaufte der Verein Werbeartikel, wie Kölsch- und Pilsgläser sowie T-Shirts mit dem Aufdruck der Silhouette von Winterscheid, Autoaufkleber mit der Aufschrift „Winterscheid – immer auf der Höhe“, auch Ton- und Wandkacheln mit diesem Aufdruck. Sogar Jutetaschen kamen in den Verkauf mit dem Aufdruck „Umweltfreundliches Winterscheid, Plastik nein danke!“.


1988 wurde auf Initiative des Heimatvereins die Arbeitsgemeinschaft „Winterscheider Ortsvereine“ ins Leben gerufen. Seitdem tagt diese AG ein- bis zweimal jährlich, um sich abzusprechen, Veranstaltungen zu planen und den Winterscheider Veranstaltungskalender vorzubereiten. Der Heimatverein sammelt Fotos aus früheren Zeiten und stellt diese in gut besuchter Ausstellung aus. Die Presse schrieb: „Der Heimatverein Winterscheid, immer für neue Ideen und Initiativen gut, hat wieder einen Leckerbissen zu bieten: Die 1. Winterscheider Fotoausstellung.“

 

1989 organisiert der Heimatverein wieder eine  Ausstellung „Kunst und Hobby“ heimischer Künstler. Bei der Eröffnung im Pfarrheim meinte der Vorsitzende Paul Reuter, Winterscheid sei offensichtlich ein Ort, der zu künstlerischem Schaffen anrege.


Erstmals 1991 lud der Heimatverein die Ortsvereine, Verbände, Institutionen und deren Vertreter, Gemeindedirektor, Bürgermeister und Ratsmitglieder zum Neujahrsempfang ein. Diese Einladungen werden seitdem im Wechsel von den Winterscheider Vereinen ausgesprochen.


1992 fand zur Belebung der Kirmes ein Seifenkistenrennen als Vorlauf zur Deutschen Meisterschaft und um den Pokal der Gemeinde Ruppichteroth statt, das sich ca. 600 Zuschauer nicht entgehen lassen wollten. Die Mitglieder des Heimatvereins und die Sänger des Gesangvereins hatten 5 Seifenkisten gebaut. Trotz Verkürzung der Rennstrecke auf 180m war die Spitzengeschwindigkeit noch 45 km/h. In den Folgejahren hat die Ausrichtung der neu gegründete Seifenkistenclub Ruppichteroth e. V. übernommen. Der Brunnen Ecke Herrnsteinstraße / Ringstraße wurde fertiggestellt und eine kleine Linde davor gepflanzt.


1993 organisiert der Heimatverein eine weitere Ausstellung „Kunst und Hobby“ heimischer Künstler.


1994 auf der Jahreshauptversammlung stellte sich Paul Reuter nicht mehr für den Vorsitz des Vereins zur Verfügung. Er schlug seinen langjährigen Stellvertreter, Hans-Joachim Schneppel, als seinen Nachfolger vor. Die Wahl Schneppels erfolgte einstimmig.


1995 wurde unter dem Vorsitzenden J. Schneppel die „Arbeitsgemeinschaft Winterscheider Heimatgeschichte“ ins Leben gerufen, heute genannt „Arbeitsgemeinschaft Heimat-Jahrbuch“. Die Mitarbeiter dieser AG kommen auch aus den Nachbardörfern. Die Beiträge waren in Loseblattform gestaltet, die in eine Sammelmappe einsortiert wurden. Die Mappe war in folgende Kapitel unterteilt: Politik, Schulwesen, Kirchspiel, Geschichtliches, Vereinsleben und Sonstiges.

 

1996 wurde eine eigene Unterkunft gebaut. Dies war eine ungeheure finanzielle Kraftanstrengung. Endlich konnten die zahlreichen vereinseigenen Gerätschaften und Verkaufsbuden ordentlich untergebracht werden.


1997 wurde der Brunnen an der Ecke Herrnsteinstraße / Ringstraße unter tatkräftiger Unterstützung durch die benachbarten Familien Müller restauriert. Der Brunnen steht unter Denkmalschutz.

 

2001 wählte der Heimatverein einen neuen Vorsitzenden. Sein Name: Georg Krill.


2003 feierte der Heimatverein Winterscheid am 1. / 2. Mai sein 50. Vereinsjubiläum. Veranstaltungsort war ein Festzelt auf dem Sportplatz. Traditionell fand am 1. Mai der Volkswandertag statt, bei dem jeder Wanderer eine Tonplakette erhielt. Daneben gab es im Zelt ein Konzert mit dem Bröltaler Musikverein, dem Winterscheider Musikverein und dem Akkordeon-Orchester JMK Ruppichteroth. Zum Abschluss des ersten Festtages hörten die Besucher Live-Musik aus den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren. Am 2. Mai lud der Heimatverein zu einem Festkommerz ein. Der Vorstand unter Leitung des Vorsitzenden Georg Krill hatte ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.  Unter der Moderation von Wilfried Löbach wirkten mit: Männergesangverein, Kirchenchor und die Melodiker aus Winterscheid. Während draußen ein Unwetter tobte, gab der Ehrenvorsitzende Paul Reuter einen Rückblick über die 50 jährige Geschichte des Vereins.
Der Heimatverein übergibt die Organisation der Sankt-Laurentius-Kirmes an den 1. Wöngteschter Fastelovendsverein.

 

2005 Die Sammelmappe „Winterscheider Heimatblatt“ war voll. Ab 2006 änderte man die äußere Form der Sammelmappe „Winterscheider Heimatblatt“ so wie sie sich heute darstellt. Nun heißen die Ausgaben „Jahrbücher“ und erscheinen einmal jährlich.

 

2009 gab es während der Generalversammlung des Heimatvereins einige Veränderungen bei den Vorstandswahlen. Der neue Vorstand sah jetzt wie folgt aus:
Vorsitzender Georg Krill, stv. Vorsitzender Werner Guth, Kassierer Horst Alenfelder, Schriftführer Eberhard Spindler und Beisitzer Siegfried Boese, Jürgen Schneider, Markus Schulz und Karin Fischer.
Der Heimatverein führt auf Anregung von Eberhard Spindler einen Fotowettbewerb unter dem Motto: „Schönstes Gartenfoto“ mit anschließender Ausstellung in der Raiffeisenbank Winterscheid durch. Die Suche nach Pflegepaten für die Anlagen im Dorf wird forciert. Frau Pinunsko pflegt vorbildlich die Anlage zwischen Peterskapelle und dem Tennisplatz. Im Oktober wird gegenüber dem Blumenhaus Walterscheid das marode Bushäuschen abgerissen und durch ein Neues ersetzt. Der Heimatverein führt die Arbeiten durch und die Gemeinde bezahlt das Material.
Der Internet-Auftritt als Info-Medium wurde verstärkt. Diese Maßnahme erhöhte den Zugriff von 6.200 Klicks auf über 20.000 Klicks. Erstmals erstellt der Heimatverein einen DIN A6-Kalender mit Motiven aus Winterscheid als Geschenk für die Senioren des Seniorennachmittags.


2010 wird das Jahr des Aufschwungs und der neuen Ideen für den Heimatverein. Nachdem im Januar sehr viel Schnee gefallen ist, schlägt Jochen Breuer einen Rodelnachmittag mit Après-Ski vor. Die Mitglieder des Vorstands organisierten zusammen mit dem Feuerwehr-Löschzug Winterscheid das Event auf dem Schlittenhang unterhalb der Wendelinus-kapelle. Vom Ziel zum Start wurden die Rodler mit einem Shuttlebus gebracht und Würstchen, Glühwein und Kakao wurden reichlich konsumiert. Da das Winterwetter blieb, wurde das Ganze Ende Januar wiederholt - erneut mit riesigem Erfolg. Aus diesem Grund spendete der Verein je 150,-- € an die beiden Kindergärten des Dorfes. Der Vorstand führt eine schriftliche Mitgliederbefragung bzw. –erfassung durch, um die genaue Mitgliederzahl zu ermitteln. Es wird wieder ein Foto-Wettbewerb unter dem Motto. „So schön ist Winterscheid“ mit anschließender Ausstellung durchgeführt. Der Verein gibt sich ein neuen Motto-Spruch: „Stimme für unsere Heimat". Neue Werbeartikel wurden kreiert: Autoaufkleber mit Vereinswappen und „Winterscheid auf der Höhe“, Anstecknadel mit Wappen, Kölschgläser mit Dorfsilhuette, Schirm und Kappe mit Motiv des Vereins und Uhren und Tassen mit dem Wappen. Am Mai-Wandertag gab es für die Helfer ein Polo-Shirt in Vereinsfarbe mit dem neuen Vereins-Motiv. Auf Vorschlag von Eberhard Spindler führt der Verein einen Musikalischen Frühschoppen mit dem Musikverein Winterscheid am Weiher durch. Für den Touristikverein Bergischer Rhein-Sieg-Kreis führt die Gemeinde Neunkirchen das „Bergische Wanderfest“ durch. Da eine Wanderstrecke über Winterscheid führt, übernimmt der Heimatverein die Organisation und Durchführung der Stempelstelle am Weiher. Im November begann die Erneuerung des Weihergeländes durch die Firma Frank Walterscheid. Nach Rücksprache mit den Winterscheider Vereinen erstellte der Heimatverein  für die Vereine einen DIN-A4-Kalender unter dem Motto: „ Erinnerungen aus dem Vereinsleben“ mit Bildern aus der Vereinsarbeit der einzelnen Vereine. Am 4. Advent fand der erste Rodelnachmittag des Winters statt. Es war ein großer Erfolg.


Das Jahr 2011 sollte noch mehr Veränderungen für den Heimatverein Winterscheid bringen. Bei der Generalversammlung im März wurde ein neuer Vorstand gewählt:
Vorsitzender: Jochen Breuer, stv. Vorsitzender: Werner Guth, Kassierer: Christoph Reuter, Schriftführer: Eberhard Spindler, Zeugwart: Siegfried Boese und die Beisitzer: Karin Fischer, Albert Alenfelder, Horst Alenfelder, Georg Krill und Jürgen Schneider. Als Kassenprüfer wurden Inge Gilles und Klaus Brockert einstimmig gewählt.
Viele gute Aktivitäten aus dem Vorjahr wurden auch in diesem Jahr durchgeführt: Mai-Wandertag, Musikalischer Frühschoppen (mit dem Akkordeon-Orchester JMK Ruppichteroth), Stempelstelle Bergisches Wanderfest und Seniorennachmittag. Das Schörreskarrenrennen wurde dieses Mal in abgewandelter Form als Geschicklichkeitsrennen durchgeführt. Der Verein führte erfolgreich einen Bus-Ausflug zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz durch. Auf Anregung aus der Bevölkerung führte der Verein erstmals zum Erntedank am 3. Oktober ein „Kartoffelfest“ am Weiher durch mit Grillwürstchen und Leberkäse, dazu Bratkartoffel, Kartoffel mit Quark, verschiedenen Kartoffelsalaten, Reibekuchen und Püffert. sowie Blech-Kuchen und Kaffee. Die vielen Besucher (ca. 400) und das supersonnige Wetter machten die Veranstaltung zu einem riesigen vergnüglichen Fest. Der im letzten Jahr eingeführte Kalender „Erinnerungen aus dem Vereinsleben“ wurde in DIN-A-3-Form erstellt, damit die Bildinhalte besser zu erkennen waren.


Im Jahre 2012 gaben die Vorstandsmitglieder und die Helfer des Vereins noch mehr Gas. Die bekannten Veranstaltungen wurden wieder durchgeführt. Anlässlich des 40. Traditionellen Mai-Wandertages bot der Heimatverein am 30. April einen „Tanz in den Mai“ bei Currywurst / Fritten und kalten Getränken an. Für die Unterhaltung sorgte die Band „Querbeat“. Am 19. Und 20. Mai fand in Schönenberg zum ersten Mal die Christopherusfahrt für Oldtimer statt. Auf Anfrage des Veranstalters nahm der Heimatverein mit einem Reibekuchenstand teil. Auf Vorschlag von Jochen wurde im Juli auf der Straße zwischen Fusshollen und Winterscheider Mühle eine „Winterscheider-Bobby-Car-Meisterschaft“ organisiert - und stieß auf großes Publikumsinteresse. Das Geschehen auf der Strecke wurde mit Beamern in den Zielraum übertragen wo bei Barbecue und Getränken Volksfeststimmung herrschte. Beim Feuerwehrfest und beim Martinsmarkt in Fusshollen half der Verein den Veranstaltern jeweils mit einer Zapfmannschaft.
 
Das Jahr 2013 begann mit der Teilnahme des Vereins am Karnevalszug in Winterscheid. Nachdem im Vorjahr beim Treffen der „Winterscheider Ortsvereine“ festgestellt wurde, daß der Karnevalszug sehr klein war, wurde vereinbart, daß möglichst alle Vereine wieder am Karnevalszug teilnehmen sollten. Mit dem Ergebnis: der Karnevalszug war deutlich größer und es hat viel Spaß gemacht.
Im März fand die Jahreshauptversammlung des Vereins statt. Der Vorstand blieb fast unverändert. Hans-Peter Stöcker löste Siegfried Boese als Zeugwart ab. Der neue Vorstand sieht nun wie folgt aus:
Vorsitzender: Jochen Breuer, stv. Vorsitzender: Werner Guth, Kassierer: Christoph Reuter, Schriftführer: Eberhard Spindler, Zeugwart: Hans-Peter Stöcker und die Beisitzer: Karin Fischer, Horst Alenfelder, Georg Krill, Siegfried Boese und Jürgen Schneider. Als Kassenprüfer wurden Inge Gilles und Klaus Brockert einstimmig gewählt.
Im April wurde als Dank für die Helfer in 2012 ein Ausflug zur „Grube Silberhardt“ mit anschließendem Grillnachmittag am Weiher durchgeführt. Während des Mai-Wandertages verteilten wir Wander-Flyer des Tourismusverbandes Rhein-Sieg mit schönen Wandertouren im Rhein-Sieg-Kreis. Die „2. Winterscheider-Bobby-Car-Meisterschaft“ musste wegen der vielen Anmeldungen an zwei Tagen durchgeführt werden. Zum 60-jährigen Jubiläum des Heimatvereins Winterscheid findet am 7. September 2013 erstmals eine Veranstaltung am Weiher statt unter dem Motto: „Weiher in Flammen“.

Fortsetzung folgt...

Termine

01.10.   Kartoffelfest

 

25.11.   Vereinsfahrt HV Winterscheid

 

02.12.   Seniorennachmittag

 

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